Vorvertragliche Anzeigepflichtverletzung

Bei Antragsstellung oder Änderung der bestehenden Krankenversicherung hat der Versicherungsnehmer die Pflicht, dem Versicherer alle gefahrerheblichen Umstände mitzuteilen. Dies geschieht regulär durch eine Gesundheitsprüfung mittels schriftlichem Fragekatalog durch den Versicherer. Diese Fragen sind umfänglich und wahrheitsgemäß zu beantworten. Wenn ein Umstand nicht durch diesen Fragenkatalog abgefragt wird, ist er für den Versicherer nicht relevant. Eine Anzeigepflichtverletzung liegt für diesen Umstand nicht vor.

Wenn der Versicherungsnehmer die ihm bekannten Umstände nicht, oder nicht wahrheitsgemäß mitgeteilt hat, oder den Versicherer arglistig täuscht, so kann der Versicherer vom Vertrag zurücktreten oder gegebenenfalls den Vertrag anfechten. Der Versicherer muss den Rücktritt vom Vertrag innerhalb eines Monats nach Kenntnis der vorvertraglichen Anzeigepflichtverletzung aussprechen. Rücktritt aufgrund vorvertraglicher Anzeigepflichtverletzung kann nur bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit ausgesprochen werden.




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