Versicherungsvertragsgesetz

§ 204 VVG

Die Beiträge in der privaten Krankenversicherung steigen besonders für langjährig Versicherte immer schneller. Wenn sich Versicherungsgesellschaften dazu entschließen, einen Tarif für das Neugeschäft zu sperren, werden die darin versicherten Personen immer älter und die Kosten steigen. Ein Wechsel zu einer anderen Gesellschaft kommt für die meisten Versicherungsnehmer aufgrund von Vorerkrankungen oder der Höhe der angesammelten Altersrückstellungen nicht mehr infrage. Es bleibt dann nur ein Wechsel in einen anderen Tarif beim bisherigen Versicherer. Bei so einem Wechsel gilt ein spezieller Paragraf des Versicherungsvertragsgesetzes, der die Möglichkeiten für einen Tarifwechsel festlegt.

Wechsel in einen anderen Tarif mit gleichartigem Versicherungsschutz

Der Versicherungsnehmer ist berechtigt, in einen anderen Tarif des Versicherers zu wechseln. Der Tarif muss aber gleichartig sein. Bietet der neue Tarif des Versicherers bessere Leistungen, können wahlweise Risikozuschläge oder aber Leistungsausschlüsse vereinbart werden. Soll der Tarifwechsel mit einer Erhöhung von Leistungen verbunden werden, kann für die zusätzlichen Leistungen auch wieder eine Wartezeit gelten.

Bereitschaft des Versicherers

Die Beitragsbemessungsgrenze wird nicht nur in der gesetzlichen Krankenversicherung genutzt, sie wird auch herangezogen, um den maximalen Arbeitgeberzuschuss in der privaten Krankenversicherung zu berechnen. Dieser darf 50 % des maximalen Beitrags in der gesetzlichen Krankenversicherung nicht überschreiten. Die Grenze für den Zuschuss liegt 2012 bei 279,23 € monatlich, zusätzlich kann die Pflegeversicherung mit bis zu 37,29 € im Monat bezuschusst werden. Sollte der tatsächliche Beitrag zur privaten Krankenversicherung niedriger als der Maximalbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung sein, erstattet der Arbeitgeber maximal die Hälfte des Beitrags.




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