Der Ombudsmann in der PKV

Der Ombudsmann für die private Krankenversicherung kann Versicherungsnehmer bei Streitigkeiten mit Versicherungsunternehmen unterstützen. Wenn ein Versicherungsnehmer mit der Vorgehensweise des Unternehmens zum Beispiel bei der Leistungsabrechnung nicht zufrieden ist und keine Klärung mit dem Unternehmen direkt herbeigeführt werden kann, steht der Ombudsmann als unabhängige Schlichtungsstelle zur Verfügung.

Jeder Versicherungsnehmer darf sich direkt mit einer Beschwerde an den Ombudsmann wenden. Das Verfahren ist für den Versicherungsnehmer grundsätzlich kostenlos, nur Porto und Telefonkosten müssen selbst getragen werden. Außerdem werden die Kosten für eine anwaltliche Vertretung nicht übernommen. Selbstverständlich steht dem Versicherungsnehmer während des Schiedsverfahrens auch der gerichtliche Weg offen, in vielen Fällen können die Streitigkeiten aber abschließend durch den Ombudsmann geklärt werden.

Das Schlichtungsverfahren

Der Ombudsmann der privaten Krankenversicherung kann bei allen Arten von Krankenversicherungen angerufen werden. Neben der Krankenvollversicherung kann er auch bei der Krankenzusatzversicherung, der Reisekrankenversicherung oder einer Krankentagegeldversicherungum Unterstützung gebeten werden. Wenn die Entscheidung des Versicherers korrekt ist und nicht anderweitig entschieden werden kann, erklärt der Ombudsmann den kompletten Vorgang erneut und versucht, die Entscheidung des Versicherers verständlich wiederzugeben.

Ist das Vorgehen des Versicherers nicht korrekt, setzt sich der Ombudsmann für den Versicherungsnehmer ein und versucht eine Regelung zu finden. Die Entscheidungen des Ombudsmanns sind für die Versicherungsunternehmen allerdings nicht bindend. In der Regel folgen die Versicherungsunternehmen aber der Empfehlung des Ombudsmanns. In den letzten Jahren gab es nur wenige Fälle, bei denen das Versicherungsunternehmen weiterhin bei seiner Entscheidung geblieben ist, obwohl der Ombudsmann zu einem anderen Schluss kam.




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