Krankentagegeldversicherung

Eine Krankentagegeldversicherung hat den Zweck, sie vor finanziellen Risiken bei vorübergehender Erkrankung zu schützen. Allgemein wird sie auch Verdienstausfallversicherung genannt, wobei dieser Begriff zu ungenau ist. Sie entspricht dem Krankengeld der gesetzlichen Krankenkassen.

Dauer

Die Krankentagegeldversicherung leistet für die Dauer einer vorübergehenden Erkrankungen. Vorübergehend ist eine Erkrankung dann, wenn die voraussichtliche Dauer einen Zeitraum von 6 Monaten nicht übersteigt. Steht zu Beginn der Erkrankung bereits fest, dass dieser Zeitraum überschritten wird, so gilt dies bereits als (vorübergehende) Berufsunfähigkeit. Die Krankentagegeldversicherung greift in diesem Fall nicht.

Beginn

Wesentlich bei einer Krankentagegeld ist die Vereinbarung darüber, ab wann die Krankentagegeldversicherung leisten soll. Man spricht von einer sogenannten Karenzzeit. Diese sollte immer den individuellen Bedürfnissen angepasst sein. Bei Abschluss und darüber hinaus laufend muss der Versicherungsnehmer entscheiden, ab wann seine Versicherung greifen soll. Dies ist in der Regel mit der Frage verbunden, wie lange der Versicherungsnehmer selbst im Stande ist, seinen Lebensunterhalt aus seinen Rücklagen zu bestreiten, ehe er den Versicherungsschutz benötigt. Bei Angestellten greift die Krankentagegeldversicherung üblicherweise nach 6 Wochen, da ab diesem Zeitpunkt die Entgeltfortzahlung des Arbeitgebers entfällt. Selbständige sollten den Beginn individuell festlegen.

Höhe

Wie beschrieben hat die Krankentagegeldversicherung den Zweck, den Verdienst, der durch vorübergehende Erkrankung entfällt, zu ersetzen. Folglich sollte der Versicherungsschutz dem letzten Einkommen angepasst sein. Das Krankentagegeld wird tageweise ausgezahlt, wobei die Zahlung nach Wochen- und nicht nach Arbeitstagen erfolgt. Wichtig ist, dass Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung wie zur gesetzlichen Arbeitslosenversicherung auch für die Dauer der vorübergehenden Erkrankung weiter zu entrichten sind. Dies gilt ebenfalls für die Beiträge zur privaten Krankenversicherung. Dies ist bei der Bemessung der Höhe der Krankentagegeldversicherung zu berücksichtigen.

Besonderheiten

Das Krankentagegeld wird netto ausgezahlt und ist somit nicht zu versteuern. Es gilt das Bereicherungsverbot, d.h. der Versicherungsnehmer darf bei Auszahlung des Krankentagegeldes nicht mehr Einkommen haben, als er zuletzt bei Arbeitsfähigkeit hatte.

Höherversicherung

Im Laufe der Zeit wird sich das Einkommen in der Regel verändern. Eine Aufstockung der Krankentagegeldversicherung stellt eine Höherversicherung (siehe Artikel) dar und unterliegt somit der Risikoprüfung. Bei Abschluss der Krankentagegeldversicherung sollte dieser Umstand berücksichtigt werden, das Krankentagegeld also in keinem Fall zu niedrig angesetzt werden. Viele Tarife bieten die Möglichkeit, die Höhe unabhängig von einer Gesundheitsprüfung z.B. bei einem nachzuweisenden Gehaltssprung anzupassen. Diese wichtigen Optionen sollten bei einer Tarifauswahl eine wichtige Rolle spielen.




Kostenlos Tarif prüfen