Krankenhausambulanzen

Wie an der Zusammensetzung des Namens bereits erkennbar ist, handelt es sich bei Krankenhausambulanzen um Einrichtungen in Krankenhäusern, welche ambulante Patientenversorgung durchführen. Diese Tatsache wird schon über Jahre hinweg diskutiert, da die ambulante Versorgung den niedergelassenen Ärzten vorbehalten war. Unter Bestimmten Voraussetzungen konnten die Krankenhäuser spezielle, ambulante Behandlungen anbieten. Dies ist im §§ 116 b, 137 g SGB V geregelt. Allerdings wurden die Regelungen immer mehr aufgeweicht, so dass die niedergelassenen Ärzte um ihre Existenz bangen mussten.

Mit dem zum 1. Januar 2012 in Kraft getretenen Gesetz zur Verbesserung der Versorgungsstrukturen in der gesetzlichen Krankenversicherung (VStG) wurde die ambulante Behandlung im Krankenhaus durch einen neuen Versorgungsbereich – die ambulante spezialfachärztliche Versorgung – ersetzt. Bis zum 31.12.2012 will der gemeinsame Bundesausschuss Näheres zur ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung regeln.

In Krankenhausambulanzen dürfen nach aktueller Fassung des §§ 116 b, 137 g SGB V ausschließlich die Diagnostik und Behandlung komplexer, schwer therapierbarer Krankheiten, die je nach Krankheit eine spezielle Qualifikation, eine interdisziplinäre Zusammenarbeit und besondere Ausstattungen erfordern, durchgeführt werden.

Einige Krankenversicherer haben bei der letzten Aktualisierung Ihrer Bedingungen die Krankenhausambulanzen in den Tarifbedingungen namentlich ergänzt. Nach eigenen Gesprächen mit mehreren großen Krankenversicherern gab es in der Vergangenheit allerdings keine Probleme bei der Erstattung von Rechnungen aus der Behandlung in Krankenhausambulanzen. Vermutlich wurden diese Einrichtungen der Vollständigkeit halber in den Bedingungen aufgenommen.




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