Hilfsmittel - Übernahmeregelung in der PKV

Der Begriff Hilfsmittel fällt in den medizinischen Bereich der Rehabilitation. Es handelt sich dabei im Allgemeinen um Stoffe oder Gerätschaften, die das Gesundheitsbild verbessern, den Heilprozess fördern und bei Krankheitsbeschwerden Abhilfe leisten sollen. In der Krankenversicherung wird in der Regel zwischen kleinen und großen Hilfsmitteln unterschieden.

Als kleine Hilfsmittel gelten beispielsweise Kompressionsstrümpfe, orthopädische Einlagen oder Gehhilfen. Als große Hilfsmittel bezeichnet man u.a. lebenserhaltende Maschinen wie Heimdialyseapparate, Beatmungsgeräte oder Schlafapnoegeräte. Aber auch Krankenfahrstühle oder Krankenbetten gelten als große Hilfsmittel.

In der Privaten Krankenversicherung sind Erstattungsleistungen für Hilfsmittel in den Tarifbedingungen geregelt. Umgangssprachlich unterscheidet man dabei zwischen einem geschlossenen und einem offenen Hilfsmittelkatalog. Ein geschlossener Hilfsmittelkatalog sieht Erstattungszusagen nur für bestimmte Hilfsmittel vor, oder für einen bestimmten Qualitätsstandard. So heißt die Erstattungszusage „Krankenfahrstühle in einfacher Ausfertigung“ übersetzt, dass handbetriebene Rollstühle erstattungspflichtig sind. Ein aufwendiger Elektrorollstuhl wird nicht erstattet.

Allerdings bieten viele Krankenversicherer einen Medizinischen Dienst an, über die dann große Hilfsmittel bezogen werden können, die dann auch voll erstattet werden. Viele Versicherer machen den Bezug solcher Hilfsmittel über den hauseigenen Medizinischen Dienst zur Voraussetzung dafür, dass die Kosten voll erstattet werden. Während für Hilfsmittel im Allgemeinen ein bestimmter Erstattungssatz durch den Versicherer vorgegeben wird, gibt es mit Sehhilfen eine Besonderheit. Für Brillen und Kontaktlinsen gelten in der Regel gesonderte Erstattungssätze, die in den Tarifbedingungen geregelt sind.




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