Gehaltsgrenze zum Beitritt in die PKV

Um sich als Angestellter in der privaten Krankenversicherung voll zu versichern, muss ein Arbeitgeber ein Einkommen oberhalb der Jahresarbeitsentgeltgrenze nachweisen. Diese liegt für 2012 bei 50.850 € jährlich oder 4.237,50 € monatlich. Erst wenn diese Grenze überschritten wird, entfällt die Versicherungspflicht im folgenden Jahr. Sollte die Grenze während eines laufenden Jahres unterschritten werden (zum Beispiel bei einer Gehaltskürzung oder einem Arbeitgeberwechsel) wird der Arbeitnehmer sofort wieder versicherungspflichtig.

Abgrenzung Jahresarbeitsentgeltsgrenze und Beitragsbemessungsgrenze

Die Jahresarbeitsentgeltsgrenze darf nicht mit der Beitragsbemessungsgrenze verwechselt werden. Diese liegt für 2012 bei 45.900 € jährlich beziehungsweise 3.825 € monatlich. Bis zu dieser Grenze werden Sozialversicherungsbeiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung berechnet, ein darüber hinaus gehendes Gehalt ist dann praktisch abgabenfrei. Bis zum Jahr 2002 waren die beiden Grenzen identisch, danach erfolgte eine Abkopplung und deutliche Erhöhung der Jahresarbeitsentgeltsgrenze, damit mehr Arbeitnehmer in der gesetzlichen Krankenversicherung versicherungspflichtig wurden. Es gibt aber eine Übergangsregelung für Personen, die 2002 durch die niedrigere Grenze nicht versicherungspflichtig waren. Diese sogenannte besondere Grenze wird weiterhin angewendet und entspricht in 2012 dem Satz der Beitragsbemessungsgrenze.

Entwicklung der Jahresarbeitsentgeltsgrenze

Die Jahresentgeltsgrenze verändert sich in jedem Jahr im Verhältnis der Entwicklung der Bruttogehälter und –löhne, daher kann die Grenze sowohl steigen als auch sinken. Mit Ausnahme des Jahres 2011 ist die Grenze aber in den letzten zehn Jahren um durchschnittlich 1 % gestiegen, 2011 ist sie um 0,9 % gesunken. 2003 gab es aufgrund der Abkopplung von der Beitragsbemessungsgrenze einen Anstieg um 13,3 %, der in der Durchschnittberechnung nicht berücksichtigt wird.




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