Freie Heilfürsorge und Kostenübernahme durch die PKV

Eine spezielle Form der Krankenversorgung ist die Freie Heilfürsorge. Da bestimmte Beamtengruppen in ihrer dienstlichen Tätigkeit einer höheren Gefahr ausgesetzt sind, haben diese Personen Anspruch auf volle Übernahme der Krankheitskosten, im Gegensatz zur anteiligen Kostenübernahme in Form der Beihilfe.

Sofern sich diese Beamten nicht unwiderruflich für die Beihilfeabsicherung entschieden haben, fallen folgende Berufsgruppen unter den Schutz der Freien Heilfürsorge:

Bis zur Aussetzung des Zivildienstes, fielen auch Zivildienstleistende und die Absicherung der Freien Heilfürsorge. Mit der Einführung des ersetzenden Bundesfreiwilligendienstes, werden diese Dienstleistenden durch ihre Dienststellen in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert.

Die Freie Heilfürsorge wird als Sachleistung gewährt und orientiert sich im Leistungsumfang an der gesetzlichen Krankenversicherung. Das bedeutet, dass die betroffenen Personen keinen Privatversicherten-Status genießen. Anders als in der Beihilfe, werden die Kosten vollständig übernommen und nicht anteilig, sodass eine zusätzliche private Krankenversicherung abgeschlossen werden muss.

Allerdings kann der Versicherungsschutz durch Zusatzversicherungen im dentalen und stationären Bereich verbessern, sodass beispielsweise 1-Bettzimmer und Wahlarzt im Krankenhaus auch während der Freien Heilfürsorge möglich ist.

Freie Heilfürsorge wird den genannten Berufsgruppen während der aktive Dienstzeit gewährt. Mit Pensionierung tritt automatisch die Beihilfe in Kraft. Da diese nicht mehr zu 100% gewährt wird, empfiehlt es sich, frühzeitig eine Anwartschaftsversicherung abzuschließen. Dadurch wird der aktuelle Gesundheitszustand „eingefroren“ und der Versicherungsnehmer kann ohne erneute Gesundheitsprüfung zum entsprechenden Zeitpunkt seine Krankenversicherung aktivieren.




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