Falschberatung und Richtlinien in der PKV

Die persönliche und individuelle Beratung ist gerade bei Abschluss oder Änderung der Privaten Krankenversicherung besonders wichtig. Die Analyse des individuellen Versicherungsprofils, die Ermittlung des passenden Angebotes und die Beantragung des gewünschten Versicherungsschutzes bedarf der fachlichen Unterstützung durch den Makler oder Vertreter. Speziell bei der Beantragung kommt es durch Interessenskonflikte beim Vertreter leicht zu Problemen, die evtl. erst nach erheblicher Zeit zu tragen kommt. Provisionsinteressen und Zielvorgaben beim Vertreter stehen dabei den Wünschen und Möglichkeiten des Versicherungsnehmers entgegen. Gerade bei Vorerkrankungen, die für den Versicherer mitunter wichtig sind, kommt es vor, dass diese durch den Vertreter bagatellisiert werden, um den Abschluss nicht zu gefährden.

Vorsätzliche aber auch fahrlässige Beratungsfehler fallen unter den Begriff Falschberatung. Seit 2007 wurden neue Richtlinien der Versicherungsberatung festgelegt. So gehört inzwischen die Dokumentation der Beratung zur Pflicht. Dies hilft dann im Falle einer möglichen Falschberatung dazu, den Konflikt zwischen Kunden und Vertreter bzw. Versicherer zu lösen. Darum ist es wichtig, dass die Beratung möglichst umfangreich dokumentiert wird. Wenn besondere Anforderungen an den Versicherungsschutz vorgegeben oder spezielle Angaben zum Gesundheitszustand gemacht wurden, die nicht im Antrag erfasst wurden, sollte man darauf achten, dass dies besonders im Beratungsprotokoll vermerkt wird. Eine Unterschrift unter ein unvollständiges Protokoll kann im Streitfall mögliche Falschberatungen negative Konsequenzen haben.




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