Der Basistarif der PKV und seine Vor- und Nachteile

Der Basistarif in der Kritik

Der Basistarif, der bis zu 580 Euro pro Monat kosten kann, ist seit seiner Einführung massiver Kritik ausgesetzt. Der Grund dafür ist, dass hohen Beiträgen geringe Leistungen gegenüberstehen, mitunter sogar unter dem Niveau der gesetzlichen Krankenkassen.

Vorteile des Basistarifs

Der Hintergrund für die Einführung des Basistarifs im Jahr 2009 war, dass für alle Versicherten die Grundversorgung auf medizinischem Sektor sichergestellt werden sollte. Wer sich für diesen Tarif entscheidet, der darf von der Krankenversicherung nicht abgelehnt werden. Der Basistarif ist aber nicht zwangsläufig auch der günstigste Tarif des jeweiligen Anbieters. Dennoch ist er für Personen, die beispielsweise Vorerkrankungen haben, oft die einzige Möglichkeit, sich überhaupt irgendwie privat versichern zu können. Der Vertrag ist seitens der Versicherung nicht kündbar, nicht einmal dann, wenn die Beiträge nicht entrichtet werden. Dafür müssen die Patienten aber auf zahlreiche Leistungen verzichten, die sie in der gesetzlichen Krankenversicherung problemlos erhalten würden.

Eingeschränkte ärztliche Leistungen

Leider ist es aber eine Tatsache, dass Versicherte im Basistarif nur erschwert Zugang zu ärztlichen Leistungen haben: Immer wieder wird über lange Wartezeiten und sogar über die Verweigerung von Behandlungen berichtet. Dazu trägt auch bei, dass nur vier der 19 Kassenärztlichen Vereinigungen, die es in Deutschland gibt, klare Regelungen bezüglich der Behandlung von Basistarif-Patienten haben.

Der Basistarif – medizinische Versorgung für eine Minderheit

Anfang 2011 waren etwa 21.000 Deutsche im Basistarif versichert, der Großteil der Bevölkerung befindet sich also in anderen Tarifen. Aufgrund der Wirtschaftslage ist allerdings in den nächsten Jahren mit einem Anstieg dieser Zahl zu rechnen.




Kostenlos Tarif prüfen