Beitragsrückerstattung bei PKV

Durch die Beitragsrückerstattung können Versicherte in der privaten Krankenversicherung unter bestimmten Voraussetzungen einen Teil der gezahlten Beiträge nach Ablauf des Versicherungsjahres zurückerhalten. Auf dem deutschen Versicherungsmarkt gibt es derzeit drei verschiedene Modelle, die von den Gesellschaften angeboten werden.

Erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung

Die erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung ist eine freiwillige Leistung der Versicherer. Konnte das Unternehmen im vergangenen Geschäftsjahr Erträge erzielen, werden diese zum Teil an die Versicherten, die keine Leistungen in Anspruch genommen haben, ausgezahlt. Bis zu sechs Monatsbeiträge können die Versicherer erstatten. Die Höhe der Erstattung wird in jedem Jahr neu bestimmt, erzielt das Unternehmen keine oder nur geringe Gewinne, erhalten die Versicherungsnehmer gar keine Rückerstattung.

Vertraglich garantierte Beitragsrückerstattung

Bei der vertraglich garantierten Beitragsrückerstattung erhält der Versicherungsnehmer eine Rückzahlung, wenn er in einem Versicherungsjahr keine Leistungen in Anspruch nimmt. Die Rückerstattung ist gestaffelt und die Versicherungsgesellschaften zahlen ebenfalls bis zu sechs Monatsbeiträge zurück. Anders als bei der erfolgsabhängigen Beitragsrückerstattung ist die Höhe der Gewinne des Versicherers in diesem Modell unerheblich. Wenn der Kunde keine Leistungen in Anspruch nimmt, muss die Gesellschaft die vereinbarten Beitragsrückerstattungen erbringen.

Der Leistungsfreiheitsrabatt

Das dritte Modell ist in Deutschland relativ gering verbreitet. Beim Leistungsfreiheitsrabatt erhält der Kunde keine Rückerstattung am Ende des Versicherungsjahres, dafür reduziert sich der monatliche Beitrag um einen bestimmten Prozentsatz. Der Beitragssatz lässt sich dadurch bis auf 50 % des ursprünglichen Beitrags absenken.

Berechnungsgrundlagen

Die Berechnung der Beitragsrückerstattung ist von Versicherer zu Versicherer unterschiedlich. Einige Gesellschaften legen den kompletten Monatsbeitrag zugrunde, andere Unternehmen berücksichtigen nur die Beitragsanteile für zahnmedizinische und ambulante Versorgung.




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