Beitragsanpassung der PKV

In beinahe jedem Jahr passen die privaten Krankenversicherungen ihre Beiträge an. Die Erhöhung gilt dabei in der Regel nicht nur für Neugeschäfte, sondern auch für Bestandsverträge. Die Gründe für die Beitragsanpassung sind vielfältig und haben nicht immer mit der allgemeinen Kostenentwicklung zu tun.

Gründe für eine Beitragsanpassung

Das deutsche Gesundheitssystem verursacht steigende Kosten und anders als die gesetzlichen Krankenkassen können private Krankenversicherer keine Leistungen kürzen, um die Beiträge stabil zu halten. Wenn Heilmittel und Behandlungen mehr Geld kosten, müssen die Versicherer die Mehrkosten an die Kunden weitergeben. Außerdem wird es durch den demografischen Wandel in Deutschland zu immer stärker steigenden Kosten kommen, die irgendwie aufgefangen werden müssen. Neben diesen externen Gründen kann es auch innerhalb der Tarifstruktur des Versicherers zu Änderungen kommen, die eine Beitragsanpassung erfordern.

Geschlossene Tarife

Die Gesamtkosten eines Tarifs werden gleichmäßig auf die versicherten Personen verteilt, die Prämien sind niedrig, solange viele junge und gesunde Menschen dort versichert sind. Bei Tarifen, die schon lange auf dem Markt sind, steigen die Kosten und damit auch die Beiträge automatisch, wenn die Personen älter werden. Irgendwann kann sich der Versicherer dazu entscheiden, den Tarif für Neugeschäfte zu schließen, es kommen also keine jungen und gesunden Beitragszahler hinzu. Die verbliebenen Versicherungsnehmer vergreisen und die Kosten steigen immer schneller. Die Beitragsanpassung in geschlossenen Tarifen ist oftmals überdurchschnittlich hoch und der Wechsel in einen günstigeren Tarif wird von den Versicherungsunternehmen in der Regel nicht gern gesehen.




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