Arbeitgeberzuschuss zur PKV

Angestellte, die sich in der privaten Krankenversicherung versichern können, erhalten einen Zuschuss vom Arbeitgeber, der sich an den Zuschüssen zur gesetzlichen Krankenversicherung orientiert. Für den Zuschuss gibt es feste Regeln. Grundsätzlich muss der Arbeitgeber denselben Beitrag zahlen, den er auch für einen gesetzlich versicherten Arbeitnehmer zahlt, aber niemals mehr als die Hälfte des Beitrags. Bei der Zuschussberechnung ist außerdem die jährliche Beitragsbemessungsgrenze zu berücksichtigen. Sie stellt die Obergrenze für die Zuschusszahlungen dar und darf nicht überschritten werden.

Die Beitragsbemessungsgrenze darf nicht mit der Jahresarbeitsentgeltgrenze verwechselt werden, es handelt sich um unterschiedliche Werte. Für 2012 liegt die Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung bei 3.825 € monatlich und die Jahresarbeitsentgeltgrenze bei 4.237,50 € monatlich. Diese Werte werden jedes Jahr neu festgelegt und daher ändert sich auch der Zuschuss des Arbeitgebers zur privaten Krankenversicherung jährlich.

Berechnungsbeispiel:

Ein Arbeitnehmer verdient 4.400 € brutto monatlich, die private Krankenversicherung kostet ihn jeden Monat 650 €. Der Arbeitgeber muss grundsätzlich einen Zuschuss in Höhe von 7,3 % leisten. Dieser entspricht dem Beitragssatz, den er auch für die gesetzliche Krankenversicherung abführen müsste. Im Berechnungsbeispiel entspricht dies einem Betrag von 321,20 €. Berücksichtigt werden muss jetzt aber auch noch die Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzliche Krankenversicherung, die aktuell bei 45.900 € liegt (3.825 € monatlich).

Der Arbeitnehmer kann maximal 7,3 % dieses Werts erhalten, sodass der tatsächliche Zuschuss des Arbeitgebers bei 279,23 € liegt. In diesem Fall zahlt der Arbeitgeber also weniger als die Hälfte des Beitrags. Würde die private Krankenversicherung nur 400 € im Monat kosten, müsste der Arbeitgeber genau die Hälfte (200 €) als Zuschuss an den Arbeitnehmer auszahlen.




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