Anfechtung wegen arglistiger Täuschung

Alternativ zum Rücktritt wegen vorvertraglicher Anzeigepflichtverletzung kann der Versicherer den Vertrag auch wegen arglistiger Täuschung anfechten. Dies setzt voraus, dass der Versicherer belegen kann, dass im Vorfeld für den Versicherer wichtige Umstände gezielt und wissentlich verschwiegen wurden, um Versicherungsschutz zu erlangen. Grob fahrlässig Informationen zu unterlassen reicht für eine Anfechtung ausdrücklich nicht aus.

Für den Versicherer bringt die Anfechtung wegen arglistiger Täuschung Vorteile im Vergleich zum Rücktritt. Anders als beim Rücktritt hat der Versicherer längere Fristen zur Wahrung seiner Interessen. Aber auch in der Beweisführung ist der Versicherer besser gestellt. Die Beweispflicht, dass der Versicherungsnehmer arglistig getäuscht hat, obliegt allerdings in jedem Fall dem Versicherer.




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